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Was machen wir in der psychologischen Yogatherapie

Die Psychologische Yogatherapie hat ihren Ursprung in den Yoga Sutren des Patanjali und der Gestalttherapie. Mittlerweile sind viele Elemente aus dem traumasensiblen Yoga hinzugekommen.

Enstanden ist sie durch Shivakami Bretz, die bis heute bei Yoga Vidya die Ausbildung leitet und unterrichtet.


*Im folgenden benutze ich die weibliche Form zum vereinfachten Lesen.


Das besondere Verhältnis von Klientin und Therapeutin

Klientin und Therapeutin sind nicht in ihren klassischen Rollen zu betrachten, sondern begegnen sich in den Therapiesitzungen auf Augenhöhe. Das bedeutet, dass die Therapeutin sich nicht über ihre Klientinnen stellt und einfach Ratschläge erteilt.

Gespräche finden auf Vertrauensbasis statt. Ist diese Vertrauensbasis geschaffen, kann sich die Klientin öffnen und in tiefe Prozesse kommen.


Voraussetzung ist das achtsame Zuhören

Vielleicht hast du das auch schon mal erlebt, dass es Menschen leichter fällt ungefragte Ratschläge zu erteilen, wenn du mit einem Problem zu ihnen kommst, anstatt deine Stimmung auszuhalten.

Der Ratschlag ist raus, das Problem scheint gelöst. Kognitiv zumindest. Oder?


Dabei ist es viel effektiver, wenn du dich ausreden kannst und die Gefühle gehalten werden.

In der psychologischen Yogatherapie steht die Begleitung durch den Gefühlsprozess an erster Stelle. Wenn die Klientin gehalten wird, kann sie ihren eigenen Gefühlen näher kommen und erleben, dass nichts unterdrückt werden muss. Am Ende fühlt sie sich vollständig. Ein Anteil wurde integriert.


Körpersymptome

Im Yoga gehen wir davon aus (und das tut die moderne Psychosomatik auch), dass unterdrückte Gefühle und Emotionen im Körper gespeichert werden können und dort eventuell Symptome verursachen.


Wie ein Dampfkochtopf mit einem festen Deckel, gelingt es uns Emotionen wie beispielsweise Wut zeitweise zu unterdrücken. Je öfter wir das tun, umso mehr füllt sich der Kochtopf.

Irgendwann hält der Topf dem Druck nicht mehr stand. Er explodiert.


In deinem Körper kannst du dir das so vorstellen: Je mehr an Emotionen du herunterschluckst, umso stärker wird der Körper sich mit der Zeit bei dir melden.

Am Anfang schickt er dir eine Magenschleimhautentzündung. Wird darauf nicht reagiert und weiter alles hinuntergeschluckt, kommt vielleicht bald ein Magengeschwür hinzu. Vielleicht auch noch ein Reizdarm. Du kannst die Emotion irgendwann nicht mehr richtig "verdauen".


Das ist jetzt nur ein einfaches Beispiel.


Komplexer verhält es sich mit Traumata aus der Vergangenheit, die immer noch das eigene Leben fremdbestimmen und ebenfalls Körpersymptome und Verhaltensmuster verursachen.

Hier kommt man nicht unbedingt mit Logik an seine Themen.

Oft aber über das tiefe Hineinspüren in die Emotion und das "Gestalt" geben.




Prozessorientiertes Arbeiten

Was bedeutet überhaupt Gestalt geben?

Ich kann einem Körpersymptom eine Gestalt geben. Am Anfang einer Sitzung frage ich oft welches Symptom oder Thema mitgebracht wird.

Meine Klientin hat beispielsweise Schulterschmerzen. Ein Muskel fühlt sich hart und blockiert an.


Dann frage ich: Wo genau sitzt der Schmerz? Wird er beim Hineinspüren stärker?

Und dann lasse ich den Schmerz genauer beschreiben.

Hat der Schmerz vielleicht sogar eine Form oder Farbe? Was verändert sich?


Hat der Schmerz eine Gestalt angenommen wird es einfacher diesen als Symptom aufzustellen und das Symptom zu befragen, warum es in das eigene Leben gekommen ist.

Auch andere Personen, die mit schmerzhaften Erfahrungen der Vergangenheit in Verbindung stehen können im Prozess aufgestellt werden. Oft bringt dies Klarheit und Handlungsfähigkeit zurück.


Wir gehen im Yoga davon aus, dass der Körper über immense Selbstheilungskräfte verfügt und ständig in Kommunikation mit Geist und Seele ist. Über die Emotion erreichen wir Ganzheit. Ein Teil der abgespalten wurde darf wieder da sein.

Der Körper bietet dir Zugang zu den eigenen Emotionen.


Zielorientiertes Arbeiten

Vor allem bei Entscheidungsschwierigkeiten kann man gut mit der psychologischen Yogatherapie arbeiten. Welcher Weg steht grade an, was sind die nächsten Schritte?


Der Körper ist das Sprachrohr der Seele. Manchmal schlägt der Geist einen Weg vor, der ein unstimmiges Bauchgefühl hervorruft. Unwohlsein und Bauchschmerzen äußern sich. Wir reagieren körperlich.

Es geht also wieder ganz viel um das Spüren. Wenn ich das Ende des Weges gegangen bin, wie werde ich mich fühlen? Passt das zu dem was ich jetzt grade brauche?


Auch ressourcenorientiertes Coaching kann hier einfließen, wenn zum Beispiel nicht genau gewusst wird, welche Schritte auf dem Weg zum Ziel benötigt werden.


Eigene Praxis und spirituelle Krisen


Die psychologische Yogatherapie beinhaltet auch die Ausbildung zum spirituellen Lebensberater. Diese hilft bei spirituellen Krisen ebenso, wie beim Aufbau eigener Routinen und einer gesunden Lebensweise im Einklang mit den eigenen Werten.





Yogastunden aus der psychologischen Yogatherapie:

Therapeutische Stunden sind so gestaltet, dass sie Unterstützend bei psychischen Beschwerden wirken oder tief in die Selbstreflexion und Energiearbeit gehen.


So gibt es beispielsweise Stunden für depressive Episoden, Burnout, Angst- oder Suchtstörungen, die bei der Behandlung von psychischen Beschwerden unterstützend wirken können.

Sie wirken motivierend bei Antriebslosigkeit, ausgleichend bei zu viel Antrieb oder auch entstressend und erdend, je nach Beschwerdebild.

Die Therapeutin kann so ganze Übungsreihen mit der Klientin erarbeiten und anleiten.


Stunden aus der Chakra Reihe wirken auf die sieben Energiezentren des Körpers.

Während der Praxis fließen hier Fragestellungen über den eigenen Lebensweg mit ein. So manche Erkenntnis konnte hier schon intuitiv gewonnen werden.

Die Asanas wirken gleichsam ausgleichend, aktivierend oder auch regulierend. So können energetische Blockaden wieder zum fließen gebracht werden.


In Hatha Yoga zur Selbstreflexion geht es ganz um die Symbolik der Asanas.

Diese Stunden führen zu tiefer Selbsterkenntnis und beruhen auf der Identifikationsmethode. Hier praktiziert man nicht nur eine Asana. Man wird zu ihr. Man schaut durch die Augen der Asana, wodurch sich verborgene Seiten, Stärken oder auch Muster erkennen lassen.


Ich hoffe dir hat der kleine Einblick in die psychologische Yogatherapie gefallen.

Lasse mir gerne einen Kommentar mit deinen Fragen oder Ergänzungen da.



Über die Autorin:


Juliane Borkenfels ist Yogalehrerin in der Tradition von Swami Sivananda und

psychologische Yogatherapeutin. Seit 2022 unterstützt sie auch die Lehre in der psychologischen Yogatherapie Ausbildung mit Sivakami Bretz.



Die psychologische Yogatherapie kannst du hier buchen:




*Voraussetzung ist das kostenfreie Kennenlerngespräch

*Die psychologische Yogatherapie ersetzt keine Psychotherapie und wird nur bei psychischer Stabilität eingesetzt. Solltest du in Behandlung sein, sprich bitte erst mit deinem Therapeuten/deiner Therapeutin ab, ob eine Aufstellungsarbeit grade das Richtige für dich ist.













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